Knut Eckstein baut Modelle. Allerdings ist nie wirklich eindeutig, wofür diese Modelle stehen. Es gibt ästhetische Anlehnungen: an Fassaden, Baulücken, an Begrenzungen aller Art, auch an architektonische Situationen aus dem Außenraum. Ecksteins Modelle sind Utopien des Alltags: Sie kommen aus dem Alltag und verschwinden dort wieder. Sie erscheinen wie fiktionale Notationen, gebaut aus Pappe, verschiedenen Klebebändern, Holzlatten, Neonröhren, gewöhnlichen industriellen Materialien. Knut Ecksteins Arbeiten bieten Projektionsflächen. Und dies vor allem, weil sie sich programmatisch der Realität entziehen und gleichzeitig von einem real existierenden Moment ausgehen. Dies macht sie in ihrer Haltung grundsätzlich doppelbödig, denn sie erinnern an etwas, das sie aber nie wirklich sind. Sie sind im dauernden Zustand einer Möglichkeitsform. Textauszug von Dorothea Strauss im Katalog ‚city –lights’, Knut Eckstein und die Autoren, Seite 28, erschienen im Revolver Verlag,, Frankfurt am Main 2002